Das Leben mit einem Hund bringt so viele wundervolle Momente, aber es gibt leider auch Zeiten, in denen wir uns mit der Gesundheit unserer Gefährten auseinandersetzen müssen. Für mich und meine Hündin Mia begann diese Zeit leider vor Anfang Februar, als Mia plötzlich an einem hartnäckigen Durchfall litt, der einfach nicht aufhören wollte. Zunächst dachte ich mir nichts schlimmes und bin nicht sofort zum Tierarzt gegangen. Etwas Schonkost sollte reichen.
Das war aber leider nicht so. Morgens weckte mich Mia schon einige Stunden vor ihrer normalen Zeit und dann nahm der Tag mit fünf weiteren Durchfall-Runden seinen Lauf. Dies war nur der Anfang unserer Reise im Kampf gegen die Leishmaniose, und ich wusste, dass der Weg vor uns steinig sein würde.
Woche für Woche berichte ich in diesem Artikel über unsere Erfahrungen und Maßnahmen gegen Leishmaniose und halte euch auf dem Laufenden, wie Mia (hoffentlich) wieder gesund wird – in der Hoffnung, vielleicht auch euch helfen zu können oder Mut zu machen. Begleitet uns auf dieser Krankheitsgeschichte und teilt gerne eure eigenen Erfahrungen bzw. Ratschläge in den Kommentaren. Und kommt gerne für Updates wieder!
Das Krankheitstagebuch von Mia 2024/25: Ein Kampf gegen die Leishmaniose
Woche 1 bis 4
Es begann mit gelegentlichem Durchfall, anfangs nicht allzu besorgniserregend. Mia schien an manchen Tagen etwas unruhiger zu sein, und ihr Stuhlgang war etwas weicher als gewöhnlich. Anfangs schob ich es auf eine mögliche Verdauungsunverträglichkeit, weil sie mal ein Schweineohr oder etwas schwer verdauliches zum Abendessen bekam.
Während der ersten Wochen trat der Durchfall nur hin und wieder auf, tatsächlich nur am Nachmittag, nie morgens. Es schien, als hätte mein Hund bestimmte Zeiten, zu denen sein Verdauungssystem besonders empfindlich war. Ich machte mir zwar Sorgen, aber ich dachte immer noch, es würde sich von selbst regulieren. Zur Unterstützung gab ich ihr eine Wurmkur-Tablette, die sie noch dazu recht gern frisst.
Doch dann veränderte sich das Muster plötzlich. Der Durchfall trat nicht nur häufiger auf, sondern es war auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmte: Blut. Ich wusste, dass dies ein alarmierendes Zeichen war und dass es jetzt an der Zeit war, sofort zu handeln.
Der Gang zum Tierarzt war unausweichlich. Von allein würde sich die Situation nicht mehr verbessern. Die Gesundheit von meiner Hündin stand auf dem Spiel, und ich musste sicherstellen, dass sie die bestmögliche Versorgung erhielt.
Tierarztbesuch 1
Bei unserem Tierarzt gab ich eine Kotprobe ab. Nach einem Kot-Schnelltest war klar: Mia hat Giardien. Die Behandlung mit Antibiotikum wurde sofort eingeleitet, und ich war positiv gestimmt, dass ich rechtzeitig gehandelt hatte. Auch der Tierarzt versicherte: In zwei bis drei Tagen sollte der Durchfall vorbei sein.
Woche 5
Sieben Tage später war das Antibiotikum aufgebraucht und es war absolut keine Besserung in Sicht. Der Durchfall war mittlerweile nicht mehr nur Nachmittags, sondern morgens, mittags, abends und dazwischen auch. Sie ging bei jeder Gassi-Runde drei bis vier Mal ins Gebüsch. Dass überhaupt so viel aus einem Hund rauskommen konnte… nicht schön mitanzusehen!
Abends konnte Mia mittlerweile gar nicht mehr aufstehen und ich musste sie für die letzte Pipirunde die Treppe heruntertragen. Wenn sie sich hinsetzen wollte, knickte sie gleich zur Seite weg, ihre Beine zitterten und sie fiel einfach zur Seite um. Es war schlimm, die nur vierjährige Mia so leiden zu sehen. Sie ist normalerweise ein Energiebündel, das springt und tobt und voller Lebensfreude, aber der nicht aufzuhaltende Durchfall raubt ihr allmählich ihre Vitalität.
Ich kochte fleißig magenschonendes Essen wie Reis mit sehr weichen Möhren und Hühnerbrust. Dazu kaufte ich ihr gastrointestinales Nassfutter. Ihr normales Trockenfutter ist bereits sensitiv und für empfindliche Mägen geeignet. Außerdem teilte ich die Mahlzeiten in 5 kleine Portionen und gab auf jede Portion etwa 50ml Wasser. Mia soll bei ihrem Gewicht von 20kg etwa 300ml am Tag trinken. Somit hatte sie schon mal 250ml geschafft und zwischendurch trank sie auch so noch aus ihrem Napf.
Doch egal was ich tat, es nahm nicht den Anschein, dass sich Mias Situation verbesserte, wo doch normalerweise ein Antibiotikum gleich Wirkung zeigen sollte, oder nicht?
Tierarztbesuch 2
Ich ging erneut zum Arzt und wieder wurde ein Giardien-Test gemacht. Alles in Ordnung, das Medikament hat angeschlagen und die Einzeller waren draußen. Doch warum ging es Mia trotzdem weiterhin so schlecht? Ihre Schmerzen waren auch für die Ärztin klar erkennbar, jedoch konnte sie es auch nicht genau zuordnen. Sie machte eine Lasertherapie auf Mias Rücken und gab uns einiges an homöopathischen Mitteln mit, die ich abwechselnd in ihre fünf Mahlzeiten rühren sollte. Darunter Barriumsulfat, Mineralstoffe, die den Darm vorbereiten, Stullmisan, das auch für den Darmtrakt sein soll und weitere Darmflora-Produkte. Kostenpunkt: 200 Euro.Woche 6
Ich teilte Mia also ihre Mahlzeiten in fünf Portionen auf – jedes Mal war ein anderes Medikament, sodass Mia zunehmend misstrauischer wurde – klar, schmeckte wahrscheinlich alles nicht gerade gut. Wie soll man einem Hund nur erklären, dass man nur das beste für ihn will und ihn nicht vergiften?
Es entwickelte sich so, dass Mia ihr Frühstück grundsätzlich verweigerte. Ich streute ihr dann die verschiedenen Futtersorten auf den Boden und sie “sortierte” sie sich und fraß sie einzeln. Oder ich gab ihr das Tockenfutter aus der Hand, Stück für Stück. Immerhin schlang sie ihr Essen jetzt nicht wie sonst herunter, das war aber auch der einzige Vorteil. Die Tabletten fraß sie nur mit viel Überredungskunst, Leberwurst und Leckerlis.
Aber wenn es nur das gewesen wäre.
Sie musste und musste ihr Geschäft verrichten. Ich hatte mir mittlerweile vom Job freigenommen, weil ich die Zeit nicht mehr hatte, zu arbeiten. Ständig wollte Mia raus und an ihrem Rekordtag machte sie 20 Häufchen. Klingt vielleicht etwas lustig, aber es war in Wahrheit nicht schön mitzuerleben. Man sah ihr auch die Schmerzen an, sie wölbte den Rücken hoch und war sehr empfindlich bei Berührungen im hinteren Körperbereich.
Die Tierarztpraxis hatte mir dasselbe Antibiotikum noch einmal mitgegeben, für den Notfall. Das war wohl ein Notfall und ich gab es ihr nach fünf Tagen Unterbrechung erneut für fünf Tage, in der Hoffnung, andere Bakterien würden dadurch getötet. Gegen die Gelenkschmerzen und Lahmheit sollte Mia Novalgin bekommen, da dies magenfreundlicher sei als Previcox. Doch a) half es ihrem Magen leider auch nicht und b) schien es leider nicht, als verringere es Mias Schmerzen, sie konnte sich weiterhin kaum bewegen.Woche 7

Es war Ostern und es kamen die Feiertage auf uns zu. Mein Haustierarzt hatte geschlossen und ich fühlte mich hilflos. Das Antibiotikum half einfach nicht gegen den Durchfall und auch ihre Blasenfunktion ließ tagtäglich nach. Mia urinierte alle paar Meter und hatte sichtlich Schmerzen, sie trabte oder rannte gar nicht mehr, sondern schlich nur noch zum Grasstreifen, um ihr Geschäft zu machen. Ich konnte es nicht mit ansehen und wollte auch keine fünf weiteren Tage mehr warten, um nach den Feiertagen zum Haustierarzt zu gehen. Auch verlor Mia mittlerweile etwas Gewicht, Fieber hatte sie aber keins.
Tierarztbesuch 3 – Die Klinik
Am Samstagmorgen machte ich mich auf den Weg in die Klinik. Wir sollten uns auf lange Wartezeiten einstellen, hieß es. Das waren im Endeffekt geschlagene fünf Stunden. Die Ärzte dort konnten auf den ersten Blick auch nicht richtig erkennen, was mit Mia los war, außer dass sie sich ihrem Schicksal fügte, auf dem Tisch teilnahmelos herumlag und alle Untersuchungen über sich ergehen ließ. Als erstes wurde Mia Blut für ein großes Blutbild und für Mittelmeerkrankheiten abgenommen. Das Problem war allerdings, dass die Blutproben ins Labor eingeschickt werden mussten und somit keine Diagnose gestellt werden konnte. Dann wurde Mia ausführlich mit Ultraschall untersucht. Ihre Milz und ihre Blase waren wohl aufgrund von der Entzündung im Körper übermäßig groß, doch ansonsten war nichts sonderlich auffällig. Mia bekam noch eine Reihe an Medikamenten gegen den Durchfall mit:- Diatab: Kautabletten, die den Kot verdicken sollen für morgens und abends für 7 Tage
- Canikur: eine Paste gegen Magenkrankheiten, die man morgens und abends ins Futter rührt für 4 Tage
- Omep Mut: gegen Sodbrennen, 1 Stunde vor dem Essen gegeben, 1x täglich für 10 Tage
- Novalgin oder Previcox gegen die Gelenks- und Muskelschmerzen morgens und abends
Eine ernüchternde Diagnose, weil wir im Grunde immer noch nicht mehr wussten und nun auf die Ergebnisse warten mussten. Außerdem hatte ich jetzt noch mehr Mittelchen, sodass ich mir etwa sechs Wecker am Tag stellen musste, um die Medikament-und Futterzeiten nicht zu verpassen. Aber die Hoffnung blieb, dass die Klinikärzte bald eine richtige Diagnose stellen könnten und die neuen Medikamente endlich anschlagen würden.
Kostenpunkt: 700 Euro.Woche 8
Täglich rief in der darauffolgenden Woche in der Klinik an, um endlich ihr Ergebnis zu erfahren. Doch die Helferinnen vertrösteten mich und baten mich um erneuten Anruf, da sie aufgrund der Feiertage keine Rückmeldung erhielten. Es war eine einzige Qual, da das Unwissen und der schlimme Gesundheitszustand bei Mia kaum zu ertragen war.
Erst am Ende dieser Woche erhielt ich den Rückruf. Es hieß, dass das Ergebnis auf Leishmaniose hindeuten würde, aber vorerst nur 1 Test gemacht wurde.
Bei Leishmaniose gibt es aber zwei Haupttestverfahren, um die Erkrankung beim Hund zu diagnostizieren:
1. Antikörpertest (Serologie):Dieser Test misst die Menge an spezifischen Antikörpern gegen Leishmaniose im Blut des Hundes. Der häufigste Test in dieser Kategorie ist der ELISA-Test (Enzyme-Linked Immunosorbent Assay). Er zeigt an, ob das Immunsystem des Hundes auf eine Infektion mit Leishmaniose reagiert hat, indem es Antikörper gegen den Erreger gebildet hat. Ein positiver Test weist auf eine Infektion hin, sagt aber nichts über den aktuellen Krankheitsverlauf aus. Es kann also vorkommen, dass Hunde, die die Infektion gut kontrollieren, positive Ergebnisse zeigen, ohne klinische Symptome zu haben.
2. PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion):Der PCR-Test ist ein molekularbiologisches Verfahren, das nach der DNA des Leishmanien-Erregers im Körper des Hundes sucht. Dieser Test ist sehr empfindlich und kann den Erreger auch dann nachweisen, wenn die Antikörperkonzentration im Blut noch niedrig ist. Der PCR-Test gibt präzise Informationen darüber, ob der Erreger aktiv im Körper des Hundes vorhanden ist. Er eignet sich gut für die Frühdiagnose und für die Beurteilung des Therapieerfolgs, da er das Vorhandensein des Erregers direkt nachweisen kann.
Ich war davon ausgegangen, dass direkt beide Tests gemacht wurden, doch der PCR-Test wurde nachgeschoben. Ich solle mich nächste Woche wieder melden, wenn das Ergebnis vom PCR-Test da sei. Ich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Sahen die Ärzte denn nicht, wie schlecht es um Mia stand? Keins der o.g. Mittel halt ihr, der Gesundheitszustand wurde nicht mal minimal besser.Woche 9
Weitere fünf Tage später war dann das Ergebnis vom PCR-Test da: Mia hatte eindeutig einen zu hohen Leishmanien-Wert im Blut. Sie musste die Therapie mit Miltefosin beginnen. Da das Mittel nicht vorrätig war, musste es bestellt werden und wieder wartete ich und wartete ich.
Mia war sehr geschwächt aber blieb tapfer…Woche 10
Endlich war es so weit: 1 Woche später kam die Bestellung endlich an und Mia konnte ihre vierwöchige Therapie mit Miltefosin beginnen. Ein Fläschchen enthielt genau die richtige Menge. Es ist wichtig, das Medikament in ganz genau der richtigen Menge zu geben, gibt man zu wenig, wirkt es nicht, gibt man zu viel, kann der Hund sterben!
Miltefosin ist ein sehr starkes Medikament, das oral verabreicht und sehr schnell im Körper aufgenommen wird. Es ist ein antiparasitäres Medikament, das ursprünglich zur Behandlung von Krebserkrankungen beim Menschen entwickelt wurde. Es wirkt, indem es die Zellmembranen der Leishmanien zerstört, wodurch die Parasiten absterben.
Bekämpfung von Leishmanien mit Miltefosin
Zur Verabreichung muss man sich Handschuhe anziehen. Direkt geben kann man das Medikament nicht, sondern nur verdünnt, z.B. in Joghurt oder mit etwas Futter, auch wenn der Beipackzettel angibt, dass man es wohl auch direkt ins Maul geben kann.
Einmal bekam ich etwas davon auf die Haut und es brannte wie Brennnessel. Arme Mia. Wer möchte schon eine Brennnessel im Rachen spüren? Anfang gab ich das Mittel nur über ihr normales Futter und verrührte es nicht. Da leckte Mia an dem Mittel und misstraute mir von da an. Ich musste den Wirkstoff gut unterrühren, dann schmeckte sie es nicht mehr so stark.

Es war wirklich faszinierend – man sah eine Verbesserung ihres Gesundheitszustands bereits nach 24 Stunden!
Mia war wieder viel beweglicher, nach drei Tagen trabte sie auf Spaziergängen wieder und konnte die Treppe viel besser gehen, ohne Rückenschmerzen.
ENDLICH! Nach 75 Tagen Krankheit ging es endlich mit Mia wieder bergauf und die Therapie schlug an. Tag für Tag wurde Mia wieder der agile Hund, der sie davor war.
Begleitende Behandlung mit Allopurinol
Um sicherzustellen, dass die Parasiten vollständig beseitigt sind und kein Rückfall auftritt, gibt man noch Allopurinol. Allopurinol wirkt, indem es die Vermehrung der Leishmanien hemmt und gleichzeitig die Entzündungen im Körper des Hundes reduziert. Diese Kombinationstherapie zielt darauf ab, die Parasiten effektiver zu bekämpfen und die Schwere der Erkrankung zu verringern. Mia soll das Allopurinol sechs bis zwölf Monate lang bekommen, 400mg am Tag, bzw. alle 12 Stunden 200mg, damit der Wirkstoff dauerhaft bestehen bleibt.
Update Allopurinol 2026
Nach Rücksprache mit der Klinik in Norderstedt haben wir die Dosierung von Allopurinol angepasst. Mia bekommt mittlerweile 300 mg täglich – jeweils eine halbe Tablette morgens um 8:30 Uhr und eine halbe Tablette abends um 20:30 Uhr. Mit dieser Dosierung kommen wir aktuell sehr gut zurecht: Seit der Anpassung hatte Mia keinen erneuten Leishmaniose-Schub und sie verträgt das verhältnismäßig günstige Medikament gut.
Trotzdem bleiben wir aufmerksam, denn Leishmaniose kann trotzdem jederzeit wieder aktiv werden. Sobald ich erste Anzeichen bemerke – beispielsweise ungewöhnliche Müdigkeit (sie geht beispielsweise immer vor mir, außer es geht ihr schlecht, dann geht sie hinter mir), Appetitlosigkeit (Mia verweigert NIE Futter, außer es geht ihr schlecht), Hautveränderungen (Schuppen, strohiges Fell), Gewichtsverlust oder andere Auffälligkeiten – lasse ich umgehend das Blut kontrollieren, um frühzeitig reagieren zu können.
Teufelskreis: Nebenwirkungen von Miltefosin und Allopurinol
Doch wie bei vielen Medikamenten, haben beide Medikamente auch Nebenwirkungen. Und die waren wie ein einziger Teufelskreis.
Die Nebenwirkungen von Miltefosin sind Magen-Darm-Probleme wie Erbrechen oder Durchfall. Mia übergab sich in dem Monat aber “nur” drei Mal und der Durchfall wurde nach und nach weniger, dank selbstgekochter Schonkost. Außerdem war Mia zwischenzeitlich durch das Medikament appetitlos und ich musste mir einige Tricks überlegen, dass sie irgendwie das Futter zu sich nahm, in dem der wichtige Wirkstoff für sie drin war. Das war mitunter eine Qual, denn ich wollte Mia ja nichts böses, im Gegenteil, aber Mia misstraute mir.
Die Nebenwirkungen von Allopurinol sind leider auch nicht schön: Hautprobleme und Kristallbildung in den Harnwegen. Mia hatte sichtlich Schmerzen beim Urinlassen und ein Urinschnelltest zeigte: Mia hat Struvitsteine im Urin. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, dass der Hund während der Behandlung viel trinkt. Außerdem kaufte ich ihr Struvitspezialfutter (Nassfutter). Ähnlich wie bei Miltefosin können auch bei Allopurinol Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall auftreten.
Nierenversagen beim Hund: Langzeitfolgen von Allopurinol
Nach mittlerweile jahrelanger Behandlung mit Allopurinol habe ich mich intensiv mit der Unterstützung von Mias Nieren und Harnwegen beschäftigt. Dank KI kommt man hier ja mittlerweile recht weit. Denn auch wenn Allopurinol bei Leishmaniose ein wichtiges Medikament ist, bringt die Langzeitgabe Herausforderungen mit sich.
Der Hintergrund: Allopurinol wird im Körper zu Oxypurinol umgewandelt. Dieser Stoff wird über die Niere ausgeschieden und kann gemeinsam mit einem veränderten Purinstoffwechsel dazu führen, dass sich sogenannte Xanthin-Kristalle im Urin bilden. Diese können sich zu Harnsteinen entwickeln und die Harnwege belasten. Deshalb ist es bei Hunden unter Allopurinol besonders wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten und regelmäßig die Blut- und Urinwerte kontrollieren zu lassen.
Bei Mia ist die Situation leider besonders herausfordernd. Sie ist mittlerweile sieben Jahre alt und ihr Leishmaniose-Schub war sehr heftig. Leishmaniose bleibt eine chronische Erkrankung und kann jederzeit wieder aktiv werden. Mein Ziel ist deshalb nicht nur, die Leishmanien in Schach zu halten, sondern ihren Körper bestmöglich zu unterstützen und ihre Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.
Mia bekommt also von ADVANCE das Veterinary Diets Urinary Low Purine-Futter, das speziell für Hunde mit Harnwegsproblemen und erhöhtem Risiko für Struvit- bzw. Purinprobleme geeignet ist. Außerdem habe ich viel recherchiert und verschiedene natürliche Ergänzungen ausprobiert, da Mia ihr Trockenfutter tatsächlich sehr gerne mit Tee aufgeweicht frisst. So kann ich gleichzeitig ihre Flüssigkeitsaufnahme erhöhen und unterstützende Pflanzenstoffe zuführen.
Mias Unterstützung für Nieren und Harnwege
Indischer Nierentee (Orthosiphonblätter / Orthosiphonis folia)
Orthosiphon wird traditionell zur Unterstützung der Nieren- und Harnwege eingesetzt. Die Blätter enthalten unter anderem Flavonoide und Kaliumsalze und werden vor allem wegen ihrer harntreibenden Eigenschaften genutzt. Dadurch kann die Flüssigkeitsmenge im Harn erhöht werden, was helfen kann, die Harnwege besser durchzuspülen.
Buschkleekraut (Lespedeza cuspidata)
Lespedeza wird traditionell zur Unterstützung der Nierenfunktion eingesetzt. Die Pflanze enthält Flavonoide und wird in der Tiernaturheilkunde häufig verwendet, um die Ausscheidungsfunktion der Nieren zu begleiten. Besonders interessant ist sie bei Hunden, deren Nieren durch Medikamente oder chronische Erkrankungen stärker beansprucht werden.
Tragantwurzel (Astragalus membranaceus / Huang Qi)
Astragalus stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird dort zur Unterstützung des Immunsystems und der Vitalität eingesetzt. Die enthaltenen Polysaccharide und sekundären Pflanzenstoffe werden wissenschaftlich hinsichtlich immunmodulierender Eigenschaften untersucht. Bei einem Hund mit chronischer Leishmaniose kann eine Unterstützung des Immunsystems interessant sein.
Hagebuttenschalen (ohne Kern!)
Hagebutten enthalten natürlicherweise Vitamin C, Polyphenole und Antioxidantien. Sie werden häufig zur Unterstützung bei entzündlichen Prozessen eingesetzt. Bei Mia nutze ich sie vor allem als zusätzliche Unterstützung, da chronische Entzündungen den Körper belasten können.
2026 ist mein Fokus: viel Flüssigkeit, purinarme Ernährung, regelmäßige Kontrollen und ein stabiles Immunsystem.
Chronische Krankheit: Nach der Leishmaniose ist vor dem nächsten Schub
Update Februar 2025: Mittlerweile ist 1 Jahr vergangen nach dieser schwierigen Zeit. Ich muss aber leider sagen, dass immer noch nicht alles vollständig in Ordnung ist. Mia hat immer wieder Probleme mit ihrer Blase und hat schmerzhaftes Harnlassen, der komplette Darmtrakt scheint bei ihr durch das schwere Medikament zerstört zu sein. Sie hat einen neuen Leishmaniose Schub, der sich gegenüber 2024 von 2,6 auf 3,0 erhöht hat! Außerdem wurde bei Mia ein Polyp (Tumor) in der Blase entdeckt.
Weiterhin bekommt Mia 300mg Allopurinol am Tag, also 150mg morgens und abends, alle 12 Stunden, lebenslänglich. Wir probieren aktuell neue pflanzliche Medikamente aus Spanien: Leishwow (für 3 Monate) und Leisguard (für 30 Tage). Danach werde ich erneut Mias Leishmaniose-Wert überprüfen lassen.
Die Behandlung zielte darauf ab, die Anzahl der Leishmanien im Körper zu senken und die Kontrolle über die Infektion zu erlangen. Miltefosin tötet viele der Parasiten ab und Allopurinol verhindert ihre weitere Vermehrung. Dennoch können einige Leishmanien in Zellen des Immunsystems überleben, wo sie sich verstecken und in einen inaktiven Zustand übergehen. Da diese Parasiten weiterhin in Mias Körper schlummern und Leishmaniose eine chronische Krankheit ist, kann die Krankheit auch jederzeit erneut ausbrechen. Dieses Mal war der Auslöser eine “einfache” Giardien-Ansteckung, die ihr Immunsystem nicht gepackt hat. Deshalb ist jedes Warnsignal von Mias Körper sehr ernst zu nehmen, Stress zu vermeiden und für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen.
Ich habe mittlerweile folgendes Futter bzw. Nahrungsergänzungsmittel gekauft, das bei Mia aktuell ganz gut funktioniert:
| Name des Futters / Ergänzungsmittels | Grund für die Fütterung |
| Hyperallergen: LUPO SENSITIV 24/10 200g am Tag | Es ist sensitiv, hypoallergen & getreidefrei zur Minderung von Nährstoffunverträglichkeiten. Es ist keine Bierhefe enthalten, die in sehr vielen Futtermitteln ist. Es sind keine/kaum Inhaltsstoffe drin, gegen die Mia allergisch ist. Ganz vermeiden lässt es sich nicht und es kommt auch auf die Dosierung an. Mein Hund ist beispielsweise gegen Brennnessel allergisch, 1% belastet sie jedoch nicht negativ. Es ist mit 45€ für 15kg verhältnismäßig günstig. |
| ADVANCE Veterinary Diets Urinary Low Purine 100g am Tag | Es ist nicht einfach, purinarmes Futter zu finden. Viele Hersteller halten sich bedeckt. Auf Anfrage, ob das Futter bei Leishmaniose geeignet sei, habe ich mitunter die Antwort erhalten, dass das Futter nicht erprobt wurde und ich besser etwas anderes füttern sollte. Dieses fleischlose Diätfutter verspricht, dass es bei Blasenproblemen mit Struvitsteinen und bei Leishmaniose gegeben werden kann und die Regeneration fördert. Es ist mit 75€ für 12kg für Spezialfutter verhältnismäßig günstig. |
| Harnwegemix 1,4g am Tag | Um Mias Blase weiter zu unterstützen und zu therapiebegleitenden Fütterung, gebe ich in ihr eingeweichtes Trockenfutter am Abend noch etwas von diesen Zauberkräutern hinzu. Diese riechen lecker und schmecken Mia sehr gut (erinnert an Mash für Pferde). Ein kleines Döschen mit 30g liegt bereits bei 25€. |
| L-Methionin 1g am Tag | Methionin ist eine Amminosäure und säuert den ph-Wert wieder an. Da durch das Allopurinol der ph-Wert von Mia komplett aus dem Gleichgewicht gebracht ist, reguliert dieses Pulver wohl den ph-Wert und verhindert das Bilden von Urinsteinen. Es ist geruchs- und geschmacklos und ich streue es einfach über das Nassfutter. 45g liegen bei 20€. |
| Lovetan | Bei akutem Durchfall gebe ich Mia 1-2 dieser Tabletten, dass ihr Elektrolyt-Haushalt wieder in Schwung kommt. Sie schmecken ihr nicht (stinken auch), aber helfen sehr gut. Als sie so starken Durchfall hatte, habe ich ihr bis zu 4 Tabletten täglich gegeben. 60 Tabletten liegen bei 16€. |
| Allopurinol 200-400mg am Tag (rezeptpflichtig) | Allopurinol ist eigentlich ein Mittel beim Menschen gegen Gicht. Es hemmt die Vermehrung der Leishmanien und soll die Entzündungen im Körper des Hundes reduzieren. 30 Tabletten á 200mg Wirkstoff liegen bei 4€. |
Was haltet ihr von dieser Futterzusammensetzung? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt mir gerne einen Kommentar.
Woran erkennt man Leishmaniose beim Hund?
- Achte auf Veränderungen im Verhalten: Das häufigste Symptom ist allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Dein Hund könnte lethargisch wirken und weniger Interesse an Aktivitäten zeigen, die ihm normalerweise Freude bereiten. Das habe ich bei Mia stark gemerkt, indem sie keine Tricks mehr machen wollte und irgendwann konnte. Sie konnte sich zwischenzeitig nicht mal mehr hinsetzen.
- Hautveränderungen: Zu den häufigsten Anzeichen gehören Hautprobleme wie Schuppenbildung, Haarausfall, Geschwüre, und nekrotische Stellen. Diese Hautveränderungen können sich an verschiedenen Stellen des Körpers zeigen und können schwer zu behandeln sein. Mia hat Nekrose an den Ohren, also ihre Ohrenspitzen sterben ab und fangen mitunter an zu bluten. An den Augen hat sie eine Art “Brille”, also wie so Pünktchen rings herum.
- Gewichtsverlust und Muskelschwund: Ein plötzlicher Gewichtsverlust oder Muskelschwund ohne offensichtlichen Grund kann ein Zeichen für eine fortgeschrittene Leishmaniose sein. Die Krankheit beeinträchtigt oft den Stoffwechsel des Hundes und kann zu einem Verlust von Muskelmasse führen. Das ist bei Mia nicht so deutlich erkennbar.
- Gelenkschmerzen und Lahmheit: Leishmaniose kann zu Gelenkschmerzen und Lahmheit führen, was dazu führt, dass dein Hund steif oder unbeholfen wirkt. Dies kann besonders ausgeprägt sein, wenn die Krankheit die Gelenke angreift und Entzündungen verursacht. Das war bei Mia besonders stark zu sehen, als sie aufstehen wollte und drei Anläufe brauchte oder als sie die Treppen hinunter ging.
- Nierenprobleme: Fortgeschrittene Leishmaniose kann zu Nierenproblemen führen, die sich durch vermehrtes Trinken und Urinieren, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit äußern können. Eine Blutuntersuchung zeigt erhöhte Nierenwerte.
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Routinemäßige Untersuchungen beim Tierarzt können dazu beitragen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Besonders wichtig ist dies bei Hunden, die aus Regionen mit einer höheren Prävalenz von Leishmaniose stammen. Am besten einmal im Jahr das Blut untersuchen lassen, auch wenn, wie bei Mia, Leishmaniose-Tests über Jahre hinweg negativ sind.
“Parasiten sind Meister der Tarnung, die im Verborgenen schlummern und sich von den Lebenskräften anderer zehren, ohne dass diese es bemerken.”
Magendrehung beim Hund – Symptome und Sofortmaßnahmen
Eine Magendrehung, auch Torsio ventriculi genannt, ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der vor allem bei größeren Hunderassen mit tiefem Brustkorb auftreten kann. Zu den typischen Symptomen gehören eine aufgeblähte Bauchregion, starkes Unwohlsein, erfolgloses Würgen, vermehrter Speichelfluss und dass der Hund nicht zur Ruhe kommt und immer wieder aufsteht. Der Hund hat Schmerzen, wenn er immer wieder aufsteht, umhergeht und hechelt. Eine Magenumdrehung kann aufgrund von hastigem Fressen, großen Futterportionen und intensivem Spielen oder Toben direkt nach dem Essen entstehen.
Um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren, sollten Hunde nach der Fütterung mindestens 30 Minuten ruhen. Vermeide körperliche Aktivität vor und nach dem Fressen, und biete lieber kleinere, häufiger verteilte Mahlzeiten (drei bis fünf am Tag) an, anstatt einer großen Portion, sofern dein Hund zu Magenproblemen neigt. Es kann auch hilfreich sein, den Napf auf Brusthöhe vom Hund zu platzieren, um das Verschlucken von Luft zu reduzieren. Ich habe dafür eine Futterbox selber gebaut, ihr könnt diese aber auch auf Amazon und co. erwerben.
Sollte der Verdacht auf eine Magendrehung bestehen, ist sofortige tierärztliche Hilfe unabdingbar, da ohne Behandlung innerhalb weniger Stunden Lebensgefahr besteht.
Allergien beim Hund: Wie du sie erkennst, testest und das richtige Futter findest
Allergien sind nicht nur für uns Menschen ein lästiges Thema, sondern betreffen auch viele Hunde. Wenn dein Hund ständig kratzt, sich häufig die Ohren reibt oder immer wieder mit Magen-Darm-Problemen kämpft, könnte eine Allergie die Ursache sein.
Als Mia aus Griechenland mit 1 Jahr zu mir kam, habe ich mit dem Futter zunächst etwas experimentiert, da ich noch nicht wusste, was sie mag oder verträgt. Bei Auslandshunden ist es relativ normal, dass diese die erste Zeit Magenprobleme haben, da sie sich erst auf das deutsche Futter umstellen müssen. Doch bei Mia erstreckte sich diese Zeit über Monate. Erbrechen, Durchfall oder Blähungen können auf eine Nahrungsmittelallergie hindeuten. Also habe ich einen Allergietest machen lassen. Ähnlich wie beim Menschen kann auch beim Hund ein Hauttest durchgeführt werden, bei dem kleine Mengen potenzieller Allergene in die Haut injiziert werden. Reagiert die Haut mit Rötungen oder Schwellungen, liegt vermutlich eine Allergie vor. Es kam heraus: Sie ist gegen sehr viele “normale” Produkte allergisch, darunter Lamm, Reis, Schwein, Eiweiß oder Bierhefe – Produkte, die in jedem zweiten Futtermittel drin sind.
Daraufhin ging für mich die Recherche los:
Das richtige Futter für allergische Hunde finden
- Hypoallergenes Futter: Dieses Futter ist speziell für Hunde mit Allergien entwickelt und enthält oft hydrolysierte Proteine. Diese Proteine sind so aufgespalten, dass das Immunsystem sie nicht als Bedrohung erkennt, wodurch allergische Reaktionen vermieden werden können.
- Single-Protein-Diäten: Bei einer Single-Protein-Diät wird nur eine Proteinquelle verwendet, die dein Hund gut verträgt. Dies minimiert das Risiko von Allergien, da weniger Zutaten im Futter enthalten sind, auf die der Hund reagieren könnte.
- Selbstgekochtes Futter / Barfen: Ich habe über längere Zeit selbst gekocht, um die Inhaltsstoffe genau kontrollieren zu können. Beim Barfen wird rohes Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst gefüttert. Das ist eine Wissenschaft für sich und erfordert eine gute Ernährungsberatung, Zeit und Recherche, um sicherzustellen, dass der Hund alle notwendigen Nährstoffe z.B. durch Nahrungsergänzungsmittel erhält. Omega-3-Fettsäuren, die in Fischöl enthalten sind, können helfen, Entzündungen zu reduzieren und das Hautbild zu verbessern.
Was ist besser: Trockenfutter oder Nassfutter?
Ich füttere meinen gesunden Hund eigentlich nur mit Trockenfutter, aus dem Grund, da wir viel im Van unterwegs sind. Wenn ich das Gefühl habe, Mia hat den Tag über zu wenig Wasser getrunken, weiche ich ihr das Nassfutter einfach eine Stunde bevor ich es ihr gebe, ein. Das frisst sie genauso gerne wie trocken. Außerdem kann ich in Nassfutter besser ihre Ergänzungsmittel einrühren.
Nassfutter hat einen höheren Wassergehalt als Trockenfutter, was dazu beitragen kann, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen und die Dehydrierung bei Durchfall zu verhindern. Dies ist besonders wichtig, da der Hund aufgrund des Durchfalls einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Die feuchte Konsistenz des Nassfutters ist schonender für den Magen-Darm-Trakt und kann die Verdauung erleichtern, was besonders hilfreich ist, wenn dein Hund an Magen-Darm-Problemen leidet.
Wichtig ist es zudem, dass du die Rationen auf vier bis fünf Mal am Tag aufteilst und immer nur kleine Mengen fütterst.
Was tun wenn der Hund keinen Appetit hat?
Bei Mia nahm der Appetit von Tag zu Tag ab und das, obwohl sie normalerweise wie ein Labrador alles einatmet. Das ist leider als Nebenwirkung ihrer Medikamente bekannt.
Also musste ich kreativ werden. Für gewöhnlich schmeckt Nassfutter besser als Trockenfutter. Da dies sehr fleischlastig ist und oft nicht alle Bestandteile genau deklariert sind, musste ich es strecken. Das sind Mias Favoriten:
- Jogurth oder Hüttenkäse
- Leberwurst in Wasser aufgelöst
- Thunfisch in Wasser
- Katzenfutter
All dies bitte nur in Maßen füttern! Ein Teelöffel in Wasser aufgelöst genügt. Es soll nur als Geschmacksverstärker dienen, gerade auch, wenn Medikamente mit im Futter sind.
Rezept bei Durchfallerkrankungen bei Hunden
Ich peppe Mias Trockenfutter häufig durch gekochtes Obst und Gemüse auf. Mit Leishmaniose sollen Hunde purinarm essen, das bedeutet weniger Fleisch. Gerade das Billig-Nassfutter aus dem Discounter gibt fast nur Fleisch an und wenig Gemüse oder Kohlenhydrate. Wenn ich für mich beispielsweise eine Suppe koche, setze ich parallel einen zweiten Topf auf und nehme fast die gleichen Zutaten für sie, nur ohne Salz. Da könnt ihr nach Belieben variieren. Außerdem sollte alles etwa 15 Minuten länger gekocht sein als für uns Menschen. Bei der Menge von gekochtem Futter rechne ich mit gut doppelt so viel wie bei Trockenfutter. Mia wiegt 20kg und bekommt 300g Trockenfutter am Tag, das entspricht 600-700g Nassfutter am Tag. Aber da empfehle ich euch, selbst etwas mit herum zu probieren.
Obst & Gemüse (ca. 100g)
- Möhren (roh und gekocht)
- geriebener Apfel
- Banane
- Sellerie
- Brokkoli
- Spinat
Kohlenhydrate (ca. 50g)
- Reis, Kartoffeln, Nudeln (abwechselnd oder zusammen)
Fleisch (ca. 50g)
- Hühnerbrust oder Pute gekocht
- Rindfleisch aus der Dose (Nassfutter)
Toppings
- gekochtes Ei
- Joghurt
- Leinsamen (bei Durchfall), Kümmel (bei Blähungen), Kokosflocken (für glänzendes Fell), Thymian (entzündungshemmend), Petersilie
- etwas Lachsöl










